Christliche Laubhüttenfestkonferenz 2017

Die christliche Laubhüttenfestkonferenz 2017: „Geliebte um der Väter willen“ (Römer 11,28b).

Seit Gründung der „Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem“ (ICEJ) 1980 kommen jährlich Tausende Christen aus aller Welt nach Jerusalem, um während des Laubhüttenfestes, hebräisch Sukkot, eine Konferenz abzuhalten. Wenigen ist die prophetische Bedeutung dieses Festes bekannt. Nach Sacharja 14,16 sollen zu dieser Zeit die Nationen nach Jerusalem kommen, um dort Gott anzubeten.

Ein weiterer Aspekt der Gründung der ICEJ war, den Juden und damit auch dem Staat Israel zu signalisieren: Christen weltweit stehen zum Staat Israel und dessen Souveränität, wie beispielsweise über seine Hauptstadt zu entscheiden. Ausdruck davon wurde eine Vertretung Evangelikaler aus der ganzen Welt in Jerusalem, die „christliche Botschaft“. Nachdem die Israelis 1967 den Ostteil der Stadt Jerusalem im „Sechstagekrieg“  eingenommen hatten und das wiedervereinigte Jerusalem zur Hauptstadt des 1948 gegründeten Staates erklärten, folgten alle Nationen der Welt dem arabischen Druck und errichteten ihre Botschaften in Tel Aviv. Die ICEJ – in Israel sehr wertgeschätzt – hat inzwischen Zweige in 90 Ländern der Welt.

Die christliche Laubhüttenfestkonferenz der ICEJ beginnt jeweils in der Wüste. Etwa 4600 Christen genossen dort im Oktober 2017 direkt am Toten Meer (bei Ein Gedi) ein orientalisches Picknick und hörten nach einer begeisterten Lobpreiszeit den südafrikanischen Evangelisten Angus Buchan: „Manches scheint für uns unmöglich zu bewältigen – aber nicht für Gott!“

Zur Tradition der christlichen Feier des Laubhüttenfestes gehört auch das Abendmahl im „Gartengrab“, ausgeteilt von einem messianischen und einem arabischen Pastor. Ein amerikanischer Bibellehrer sprach über die vier Gläser Wein, die zu Beginn des jüdischen Passahfestes getrunken werden. Jesus erklärte beim dritten Glas, dass es daran erinnern soll, dass er als Lamm Gottes sein Blut für uns vergossen hat.

Danach begann die dreitägige ICEJ-Laubhüttenfest-Konferenz – mit knapp 7000 Teilnehmern. Nach Einzug der Vertreter von 91 Nationen hieß Dr. Jürgen Bühler, Präsident der ICEJ, die Festbesucher willkommen und erklärte: „Gott wird in Jerusalem durch das jüdische Volk der Übertretung und Sünde dieser Welt ein Ende bereiten.“

Die rund 200 deutschen Teilnehmer erlebten ein reiches geistliches Programm. Eines der Highlights des Beiprogramms war der Besuch bei Rabbi Bowman in Efrat, einem Toraschreiber und Partner der ICEJ beim Aufstellen transportabler Schutzbunker. Ebenso auch die Teilnahme an dem von der Stadt ausgerichteten Jerusalem-Marsch. Durch die Fahnen als Deutsche erkenntlich, ist es immer wieder bewegend, wie emotional wir von den Zuschauern am Straßenrand gegrüßt werden. Oft hören wir: „Wir lieben euch!“ Oder auch in so manchem persönlichen Gespräch: „Alle Welt hasst uns, danke dass ihr zu uns steht.“ Diesen Auftrag, die Juden zu lieben, haben wir als Christen, denn sie sind „Geliebte um der Väter willen“ (Römer 11,28b).

Hannelore Illgen, ww.icej.de

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