Eine fast unglaubliche Geschichte: Warum ich noch Marathon laufe(n kann)

7. November 1999. Der weiße 5er BMW sieht uns nicht auf unserem Motorrad und nimmt meinen Freund und mich auf die Haube, in die Windschutzscheibe, über den Wagen, es geht fünf Meter durch die Luft. Schrecklicher Aufprall auf den Asphalt...

Zentralklinikum Augsburg, 0.30 Uhr. Fünf Stunden Not-OP. Die Diagnose: Oberschenkel durch, Unterschenkel durch, Knie zertrümmert, doppelter Kreuzbandriss, Meniskusriss, Knorpelschaden. Die Prognose des Arztes: „Sie laufen keine 100 Meter mehr ohne Schmerzen." In mir gehen die Lichter aus.

Pastor Frank Uphoff kommt, betet für mich, ebenso Freunde aus meiner ARCHE-Familie. In mir wächst neuer Wille. Es folgen vier Operationen, zwei Jahre Therapie voller Kampf. In dieser Zeit passiert, was man schulmedizinisch nicht erklären kann. Als gläubiger Mensch bin ich der festen Überzeugung, dass es einen Schöpfer gibt, der jede einzelne Zelle meines Körpers gebaut hat. Genau dieser kümmert sich um mein Knie. Langsam kann ich die Belastung hochfahren. Das Wunder geschieht: nach zwei Jahren „hält“ das Knie.

Warum ich Marathon laufe? Aus tiefer Dankbarkeit Gott gegenüber, der mich heil gemacht hat. Jeder Lauf ist ein Triumph und ein Geschenk Gottes, das ich genieße. Und ich lasse mich gerne beschenken. Ich kann nur jeden ermutigen: Gib nicht auf! Halte durch!

Alles ist möglich für den, der glaubt. Markus 9,23

Jonathan Gebauer (35), Mitglied der ARCHE Augsburg, hat schon am Berlin-Marathon teilgenommen.

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