Gemeindegründung im ländlichen Raum

Dass das Allgäu ein sehr "ländliches Gebiet" ist, dürfte auch in anderen Landstrichen der Republik hinreichend bekannt sein. Ist in so einem Bereich erfolgreiche Gemeindegründung möglich?

Ja, es ist! Dafür ist Pastor Jean-Christof Nadon ein lebendiges Zeugnis. Er ist innovativ, mutig und entschlossen. Er berichtet darüber, wie er den BFP-Visionspunkt "Gemeindegründung" praktisch lebt.

"Wir haben einfach ein Niemandsland zwischen Deutschland und Österreich am Lech abgesteckt, um eine Taufe mit Flüchtlingen aus beiden Ländern ohne Rechtsverletzungen durchführen zu können," berichtet er kühn. "In unser Gemeindegründertraining kommen regelmäßig etwa 40 Personen," skizziert er seine vielfältigen Aktivitäten.

Die Karte des Allgäus ist bunt mit Punkten übersät, als er aufzeigt, in welchen Orten sie aktiv sind oder mindestens Ansätze für eine Gemeindegründung bestehen. Die Liste der Orte ist lang. "Wir erreichen ungefähr 350 bis 400 Gottesdienstbesucher an unseren verschiedenen Standorten", zu denen Füssen, Reutte (auch mit einer Farsi-Gruppe), Marktoberdorf, Peiting, Immenstadt und Oberstdorf gehören, ebenso auch Kaufbeuren und Weilheim. "Jede Gemeindegründung ist individuell", bekennt er. Ziel ist, diese Gruppen in die Selbständigkeit zu begleiten und sie zu motivieren, selbst wieder Gemeinden zu gründen.

Sein Blick geht auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, Österreich und Südtirol hat der agile Schwabe auch auf dem Schirm. "In Bozen könnte eine Muttergemeinde für die Region entstehen".

"Familiengemeinde" und Vernetzung sind Schlüssel, die er nennt. Die ACTA-Jüngerschaftsschule und auch eine Kooperation mit "Jesus Revolution", die im Füssener Gemeindezentrum (Räume einer ehemaligen Weberei) mit beheimatet sind, bilden für ihn wichtige Bausteine.

Eines der letzten Bilder in seiner Präsentation ist eine einsame Hütte in den Alpen. "Das ist meine Gebetshütte, wo ich einmal im Monat für drei Tage hingehe und Kraft tanke, Gott suche." Handynetz gibt es nicht.

"Das Allgäu ist KUH-L", scherzt er - und davon ist nicht nur er überzeugt.

Frank Uphoff

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