Nachgerechnet: Jeden Monat eine neue Gemeinde

Wo stehen wir eigentlich aktuell in Bezug auf das Thema „Gemeindegründung“? Friedhelm Holthuis, der mit Bernhard Röckle im BFP-Vorstand für diesen Visionspunkt zuständig ist, tritt während der BFP-Vorstandsklausur in seiner betont lockeren, immer positiv gestimmten Grundhaltung an den Flipchart.
„Im Jahr 2013 haben wir den Impuls als Vorstand neu gesetzt, also vor rund vier Jahren“, vereinfacht er bewusst.

„In diesen rund 50 Monaten haben wir als BFP mehr als 50 neue Gemeinden gegründet, Gemeinde-Campusse eröffnet oder mit regelmäßigen Gottesdiensten gestartet. Eine davon hat schon über 250 regelmäßige Besucher.“ Diese seien noch nicht alle offiziell als Gemeinden konstituiert und in der BFP-Geschäftsstelle registriert, aber klare Züge seien durchaus zu erkennen. „Das ist meine eigene Statistik“, flachst er. Fast kleingläubig reibe ich mir dir Augen. Das ist ja richtig klasse, was hier passiert. „Wir müssen uns einfach nur bewusst machen, was hier in unserem Bund geschieht! Ist es nicht beeindruckend, dass im Schnitt pro Monat eine neue Arbeit entsteht?“

„1000 sind nicht genug“
Das Ziel, mit dem Bund auf über 1000 Gemeinden zu wachsen, war zunächst von Präses Johannes nach dessen Amtsübernahme formuliert worden, ohne dabei eine konkrete Jahreszahl zu benennen. Der Vorstand hatte das aufgegriffen und das Gemeindegründungswerk (GGW) - unter der damaligen Führung von James Ros - hat diesen Impuls mit „1000 sind nicht genug“ vertieft. Das GGW hatte dann im Rahmen seiner Neuausrichtung Startup Church dieses Ziel bis 2025 konkretisiert.

Friedhelm ist begeistert. „Das Ziel ist erreichbar. Wenn nur 20% der mittlerweile über 800 BFP-Gemeinden in den nächsten Jahren jeweils nur eine Initiative starten, dann sind wir ganz schnell bei über 200 neuen Gemeinden seit 2013.“ Da will er mit seinem Team dranbleiben, Impulse setzen, vernetzen, motivieren.

Noch kein „Movement“
„Auch wenn wir eine Gemeinde pro Monat gründen, sind wir noch keine Gemeindegründungsbewegung. Von ‚Movement‘ spricht man im internationalen Kontext erst, wenn man zwei Gemeinden pro Monat gründet. Da haben wir noch etwas Luft nach oben, aber es ‚bewegt‘ sich etwas  nach vorne, obwohl wir auch Gemeindeschließungen zu verzeichnen haben.“ Friedhelm motiviert den Vorstand, an diesem Thema dranzubleiben. „Vielleicht haben Leute Gemeinden gegründet und wir wissen es noch nicht? Die wenigsten nämlich denken daran, ihre Arbeit in der BFP-Zentrale anzumelden.“

Das GGW hat die Regionen des BFP motiviert, bis zum Jahre 2025 über 200 Gemeinden zu gründen. Dabei wurden neue Akzente gesetzt und eine starke Motivation ausgelöst. (up)

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