Neuer Rekord in der CG Wuppertal: Mehr als 70 Täuflinge in 2016

 

„Ich habe den Islam als hart und grausam erlebt“, beschreibt M., der mit ansehen musste, wie Menschen im Namen Allahs auf offener Straße erhängt wurden. Eine Begegnung mit dem Gott der Bibel änderte alles: „Dieser Gott ist Liebe. Das war neu für mich, und ich wurde neugierig auf die Heilige Schrift.“

Er ist einer von mehr als 70 Christen, die sich als Bekenntnis ihres Glaubens im vergangenen Jahr in der Christus Gemeinde (CG) in Wuppertal taufen ließen. „Ein absoluter Rekord“, freut sich Hauptpastor Friedhelm Holthuis, weil seine Gemeinde damit die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2015 knacken konnte.

Bereits im vorletzten Jahr bildeten 45 Täuflinge eine neue Größenordnung: „Bis dato meldeten sich jährlich im Durchschnitt 30 Gläubige zur Taufe an“, beschreibt Holthuis, „Aktuell waren es mehr als 70, das ist eine signifikante Zunahme.“ Signifikant sind auch die Veränderungen, die M. an sich bemerkte, als er zum Christentum konvertierte: „Früher war ich sehr aggressiv, misstrauisch und streitsüchtig“, bekennt der 27-Jährige, der früher Einzelgänger war und Kampfsport betrieb. „Ich war ein richtiger ‚bad boy’. Doch jetzt, durch den Glauben an Jesus Christus und durch seine Liebe, fühle ich mich sehr wohl, ausgeglichen und sehr glücklich. Jetzt bin ich ein ‚good boy’.“

Wie es dazu kam, schildert der Iraner in einem bewegenden Zeugnis: „Nach dem Tod meiner Mutter verlor ich meinen Glauben, meine Religion und meinen Gott:  „Weil die Propheten und Allah mir nicht antworteten und meine Mutter nicht geheilt wurde.“

Dann bat ihn eine Frau, ihr mit dem Computer zu helfen. Dabei traf er auf ihren Mann, der mit ihm über Gott sprach. „Ich wusste, dass  er vom Staat kontrolliert wird und dachte, das liegt an seiner politischen Einstellung“, erinnert sich M., der sich wunderte, dass dieser trotz allem glücklich zu sein schien. „Das hat mich sehr beeindruckt und ich dachte eigentlich, er wäre Muslim.

Als ich im Begriff war zu gehen, sagte der Mann: ‚Der lebendige Gott segne dich.’ Da habe ich gedacht: Was meint er denn damit? So etwas hatte ich noch nie gehört und fragte ihn, was das zu bedeuten hat. Er sagte, er sei Christ und dann erzählte er mir von Gott: ‚Gott ist Liebe und absolut vollkommen.’ Aber ich hatte ein ganz anderes Bild von Allah in meinem Kopf, denn im Koran steht, dass man Ungläubige töten soll. Das ist alles andere als vollkommen! Durch seine freundliche und liebevolle Art habe ich Jesus kennen gelernt und schließlich mein Leben in Gottes Hand gelegt.“

„Heute arbeitet M. bei uns im Bundesfreiwilligendienst“, erzählt eine Mitarbeiterin vom Gemeindemanagement der CG. „Er leitet eine Kleingruppe, hilft im internationalen Treff und im Kairoskurs und ist Teil des Alphakurs-Teams. Außerdem ist er eine starke Verbindungsperson zwischen unseren Iranern und der Gemeinde.“

Carola Bonin, www.meine-gemeinde.de

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