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Aktuelles aus dem BFP - Online-Ausgabe vom 23.05.2013 - 11:43 Uhr


"… damit in allem Gott verherrlicht werde!"

01.06.2012

Hochkarätiges Klassikkonzert mit Siegfried und Christer Tepper

Von Esther Dymel-Sohl
 

Die untergehende Sonne beleuchtet die Friedenskirche in Norddeich wie ein großer Scheinwerfer. Dieses Spotlight vom Himmel strahlt direkt durch die Seitenfenster auf die Bühne, auf der die beiden Konzertmusiker Siegfried Tepper (Piano) und sein Sohn Christer (Geige) am 28.05.2012 um 20.00 Uhr die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise nehmen.

BFP-Präses Roman Siewert hat die beiden Ausnahmetalente für den Pfingstmontag in die neu renovierte Friedenskirche eingeladen und mit ihrem musikalischen Dienst dem Feiertag ein Sahnehäubchen aufgesetzt.

Mehr als Musik…

"Tepper Ministries International" heißt das 1993 in Canada gegründete Missionswerk von Vater und Sohn. Sie sind zu Gast auf den großen Konzertbühnen der Welt, bereisen Nordamerika, Europa und Asien und haben dabei nur ein Ziel: "… damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, 1.Petrus 4,11." So steht es auf ihrer Homepage www.tepperministries.com .

Die Mozart Sonate in G-Dur versetzt die Zuhörer an der Nordsee derweil in eine fröhliche Feierstimmung. Christer Tepper spielt alle Werke aus dem Gedächtnis. Er übt das Geigenspiel mehr als 8 Stunden am Tag und virtuos gleiten seine Finger über den Steg. Hin und wieder spielt er sogar dreistimmig.

Geboren 1981 fing er bereits im zarten Alter von drei Jahren an, auf der Violine zu spielen. Mit vier Jahren hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt. Im Laufe der Jahre bekam er aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten ein Stipendium am Königlichen Konservatorium zu Toronto. Dem folgte ein Stipendium an der Eatman School of Music in Rochester, bevor Rudolf Gaehler sein Mentor wurde und Christer unter Gaehler’s Anleitung sein Studium in Deutschland und Italien vollendete.

Nachdem Mozart verklungen ist, kündigt Siegfried Tepper die 3. Sonate von Beethoven für Klavier und Violine an, Opus 12. Für den zweiten Teil dieses Werkes könne man sich schon ein Taschentuch bereit legen, meint er, da diese Musik die Seele auch manchmal zum Weinen bringe. 

Für Gott und Menschen…

Immer wieder geht Vater Tepper zwischen den Stücken ans Mikrofon und lässt die Zuhörer in sein Herz blicken. Es schlägt für Gott und Menschen. 

Geboren 1952 in Wiesbaden, immigrierte er als Kind nach Kanada, wo er verschiedene Stipendien und Preise als Pianist bekam. Sein Klavierstudium absolvierte er in der Schweiz, in Deutschland, in Canada und den USA und schloss es mit einem Master of Music Degree für Klavier bei der Butler Universität in Indianapolis ab. Drei Jahre lang wurde er von verschiedenen Opernhäusern in Deutschland engagiert, bevor er zurück nach Burlington, Kanada, ging, um dort das Mozart Kammerorchester 14 Jahre lang zu leiten. 

Weiter geht die Reise derweil für die Zuschauer in der Friedensstraße in Norddeich nach Ungarn und Rumänien. Vater und Sohn Tepper spielen die Komposition "Sechs rumänische Volksstämme" von dem ungarischen Pianisten Béla Bartók und so mancher Zuhörer möchte am liebsten mittanzen. 

Siegried und Christer Tepper ist es ein Anliegen, immer wieder darauf hinzuweisen, dass Gott ihnen ihre Talente gegeben hat und sie diese auch für ihn einsetzen. Auch wenn die beiden auf den großen Bühnen der Welt zu Hause sind, nehmen sie überall die Gelegenheit wahr, ihren Glauben an Jesus Christus zu bezeugen: Ob bei den Berliner Philharmonikern in Deutschland, in der Konzerthalle in New York, in einer Schule in Tokio, einer Gemeinde in Norddeich oder bei den Tsunami Opfern in Fukushima.

Voller Humor…

Den weltweit bekannten Choral "Mir ist wohl in dem Herrn" hat Siegfried Tepper musikalisch für Klavier und Violine bearbeitet und auch dieses Stück zählt zu den Standards der Virtuosen. "Die erste Strophe spielen wir in English, die zweite in Deutsch und die dritte in Japanisch", sagt er schmunzelnd. Danach geht die musikalische Reise weiter nach Spanien, wo den Zuhörern bei einem Stück von Pablo de Sarasate die andalusische Sonne fast spürbar die Haut erwärmt. 

"Letzten Montag waren wir noch in Japan", erzählt Siegfried Tepper und berichtet von seinen Begegnungen mit den Hinterbliebenen der Tsunami-Opfer. Alte japanische Weisen, die davon erzählen, wie schön auch die Gegend um Fukushima einmal war, haben die Teppers für Klavier und Violine bearbeitet und den Einheimischen dort zum Geschenk vorgetragen.  "Wunderbare Melodien, die fast wie deutsche Volkslieder klingen", schwärmt er und nimmt auch die Norddeicher mit auf die Reise nach Asien. 

Die außergewöhnliche Präsentation des Volksliedes "Mein Hut der hat drei Ecken" bringt die Zuhörer in der Friedenskirche gleichermaßen zum Staunen und zum Lachen. Bei diesem Stück paart sich musikalisches Können mit der nötigen Portion Humor. 

Antonio Bazzini ist der Komponist des letzten Stückes an diesem Abend und so endet die musikalische Reise in Italien. Auch der Himmel über Norddeich hat den großen Scheinwerfer abgeschaltet und der Mond begleitet das Publikum in die Nacht.    


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