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Evangeliumssänger Blissenbach heimgerufen

Wolfgang BlissenbachWolfgang Blissenbach wurde am 20. April 1941 in Hamburg geboren. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit seiner Schwester Gerlinde im Nachkriegsdeutschland jener Zeit. Im Teenageralter erkrankte er an einer schweren Blinddarmentzündung. Dies wurde zum Wendepunkt in seinem Leben. Er legte vor Gott ein Gelübde ab, dass, wenn er vom Krankenbett genesen würde, er sich ganz in den Dienst Jesu Christi stellen wolle.

Nach seinem Schulabschluss trat Wolfgang Blissenbach eine Lehre zum Maschinenschlosser an, die er 1960 erfolgreich abschloss. Es folgte ein Jahr Studium am Theologischen Seminar BERÖA (TSB), der Bibelschule des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). Ein schwerer Schlag war für ihn der frühe Tod seiner Mutter im Jahr 1961. Gott half ihm über den Schmerz hinwegzukommen. indem er ihm Marlene zur Seite stellte, mit der er sich noch im selben Jahr verlobte und die er ein Jahr darauf heiratete. In den folgenden Jahren wurden ihnen drei Söhne und eine Tochter geboren.
Ab 1961 nahm Wolfgang Blissenbach in Hamburg bei namhaften Gesangslehrern jahrelang Unterricht. 1963 erhielt er die
ersten Einladungen, Gesangskonzerte zu geben, und ab 1964 ging er – nach einer persönlichen Berufung und Begegnung mit
Gott – in den vollzeitlichen Dienst als Evangeliumssänger. 1965 wurde er zum Pastor ordiniert.

Sein Dienst führte ihn im Laufe seines Lebens in Länder auf der ganzen Welt. Menschen in den USA, Kanada, Südamerika, Afrika, Skandinavien sowie Ost-und West-Europa waren tief ergriffen von der Verkündigung der Frohen Botschaft durch Wort und Gesang, und viele erfuhren durch die Gnade Gottes eine echte Bekehrung. Im Laufe seines Lebens erschienen zahlreiche Musikproduktionen auf LP, MC und CD.

Von 1970 bis 1976 war Wolfgang Blissenbach Gesangs- bzw. Musikpädagoge am TSB. In dieser Zeit studierte er zugleich an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und schloss diese Zeit mit dem staatlich anerkannten Gesangspädagogenexamen ab. Danach kehrte er nach Hamburg zurück. Es folgten Jahre des Reisedienstes und des hauptamtlichen, musikalischen Wirkens in Gemeinden des BFP. Unter seiner Federführung wurde u. a. die erste christliche Gemeindemusikschule in Hamburg gegründet. Außerdem widmete sich Wolfgang Blissenbach mit Leidenschaft der Aus- und Weiterbildung der Gemeindechöre im BFP. Ein besonderer Höhepunkt seines Dienstes war das zweite IVEL-Bundessingen in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe mit über 700 Sängern und Musikern aus zahlreichen Gemeinden des BFP im Jahre 1986.

Doch schon zu dieser Zeit begann ein ausgeprägt starkes Interesse an moderner Lobpreismusik die traditionelle Chormusik allmählich zu verdrängen, so dass binnen weniger Jahre die Anzahl an Gemeindechören im BFP drastisch abnahm. Diese Entwicklung in Verbindung mit der Tatsache, dass immer weniger Gemeinden auch unter der Woche besondere Konzerte bzw. Gesangsgottesdienste veranstalteten, führte dazu, dass es seit Anfang der 90er Jahre um Wolfgang Blissenbach zunehmend still wurde und er sich mehr und mehr zurückzog. Es folgten nur noch wenige Konzertauftritte und musikalische Produktionen. In den letzten Lebensjahren widmete er sich vor allem der Leitung des gemischten Chores in Neu-Wulmstorfbei Hamburg.

Im Sommer 1999 erlitt Wolfgang Blissenbach einen schweren Schlaganfall, von dessen Folgen er sich nie wieder richtig
erholen konnte. Es folgten Jahre verschiedener gesundheitlicher Probleme. Im Frühjahr 2010 löste eine Augenbehandlung
eine Vielzahl emsthafter Infekte aus. Die Folge war ein mehrmonatiger stationärer Aufenthalt in verschiedenen Krankenhäusem. Am Pfingstmontag 2010 trat ein neuer schwerer Infekt auf, der schließlich zu mehreren Schlaganfällen führte.

Am Donnerstag, dem 3. Juni 2010 verstarb Wolfgang Blissenbach im Alter von 69 Jahren. Er hinterlässt seine Frau, vier Kinder und fünf Enkelkinder. Mit Wolfgang Blissenbach verliert die Gemeinde Jesu einen begnadeten Musiker und Sänger, der die musikalische Entwicklung des BFP über Jahre prägte und dessen Dienst bis heute zu einem großen Segen für Menschen in aller Welt geworden ist.


 


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Kommentare

Bruder Blissenbach: Ein Mann mit Liebe für die Verlorenen und einer Stimme die unter die Haut ging! Von Unbekannt am 21.07.2010 um 10:20:21
Hallo aus Hamburg.
Ich kannte Bruder Blissenbach. Er hat mir mit seiner warmen Art und seiner schönen "Pfingsjubelmusik" sehr viel Freude gemacht.Er vertrat den alten Stil den ich heute in vielen Gemeinden vermisse.
Nun hat er es geschaft da zu sein wo wir uns alle hinsehnen: Beim Herrn der Herrn dem Grund seiner Freude- Bruder Blissenbach hatte einen Geliebten, den Herrn Jesus Christus und er liebte IHN das spürte man ihm ab!
Das Nachwort hier im Wort und Geist fand ich am Ende Geschmackslos und Pietätslos, weil alle seine Krankheiten der Reihe nach genannt wurden. Muss das denn sein? Blissenbach war im Leiden fröhlich aber wollte er das seine Krankheitsgeschichte hier so breit beschrieben wird? Ich denke nein.Kann das mal jemand ändern?
Ich freue mich auf jeden Fall ihn im Himmel zu treffen und werde mit ihm gern ein Duett für den Herrn anstimmen!
Gruß aus Hamburg von Frank Pohl, ehemaliger Pornodarsteller aus St.Pauli Hamburg
Autor des Buches "Das Kreuz auf der Reeperbahn- vom Pornodarsteller zu Jesus Christus" Leuchter Verlag
Mission im Bereich des organisierten Verbrechens
Einfach nur Dank! Von Unbekannt am 13.08.2010 um 11:01:27
Als "Minne- oder Minnisänger" des Gospelchores während meiner Bibelschulzeit auf Beröa, habe ich Br. Blissenbach kennengelernt. Was mioch an ihm beeindruckt hat, war sien musikalische Kompetenz und sienen unvergleichlichen Humor.
Ich weiß nicht ob wir mehr gelacht oder gesungen ahsben oder beides gleichzeitig.
Die Zeiten der Reisen mit dem Gospelchor werde ich nie vergessen.
Inzwischen verheiratet mit Kindern und einem Enkel muss ich meine höchste Hochachtung für Schwester Blissenbach aussprechen, die viel entbehren musste und mit mancherTräne den Dienst ihres Mannes immer unterstützt hat. Ihr gilt neben meiner Bewunderung für Br. Blissenbach meine allerhöchste Hochachtung.
Heinrich Engelhardt Hamburg 13.08.2010

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