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Hinweis: Die Übersetzung erfolgt automatisch durch Google und ist nicht immer treffend.

Geprägt von Hingabe für Verlorene: Gerhard Klemm in der Ewigkeit
08.06.2011

Am Dienstag, den 7. Juni 2011 rief der Herr, wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag, einen glühenden Zeugen der Gnade, Gerhard Klemm, (Kelowna/Kanada) aus seinem Dienst und seinen Mühen in das Ziel seiner lebendigen Erwartungen. Mit Bruder Klemm ist ein Mann Gottes von uns gegangen, der bei vielen Menschen, in zahlreichen Gemeinden, in unserem Pfingstbund und weit darüber hinaus Segenspuren hinterlassen hat.
Erlebte Gnade
1928 in Königsberg geboren, erreichte ihn der Ruf der Gnade Gottes in einer dunklen Situation am Ende des Krieges nach einer Zeit ohne Gott. Er erlebte die „Unheilsgewissheit“ und brach durch zur „Heilsgewissheit“, indem er sich bekehrte und aus Gnade gerettet wurde! Bald darauf erlebte er das Gnadengeschenk der Geistestaufe und eine klare Berufung zum Verkündigungsdienst des Evangeliums. Der „Geist der Gnade“ machte ihn zu einem Zeugen, der selbst dort, wo die Sünde mächtig war, immer die überströmende Gnade und durch sie für jeden Menschen den Ausweg – die Rettung sah.
Glühender Evangelist
Für unseren Bruder war die erlebte Gnade Triebfeder zu einem herausragenden Dienst. Der Eifer, Seelen zum Retter zu führen und hoffnungslosen Fällen den Weg zur lebendigen Hoffnung zu zeigen, wurde ihm zum Lebensinhalt. Er hat keine Opfer und keine Mühe gescheut, um Menschen zum Heiland zu rufen! Sein Dienst fing mit einem ganz geringen Einkommen an. Er schaute nicht darauf – der Eifer für den Herrn verzehrte ihn regelrecht. Auch als Gemeindehirte blieb er ein glühender Evangelist. Seine Liebe zu den Verlorenen prägte seinen Dienst. Er wollte immer die Botschaft des Evangeliums „erden“, das heißt, sie durch Beispiele, Zeugnisse und Illustrationen verständlich machen. Wie können die Menschen ohne Verständlichmachung verstehen, was das Evangelium für sie heißt?
Die Liebe Christi drängte ihn!
Obwohl er keine musikalische Begabung hatte und auch nicht gesangsbegabt war, gab Gott Gerhard Klemm diese Gaben mit der Geistestaufe, und er schrieb Melodien und Texte, Lieder, die vielen zum Segen wurden! Sie kamen ihm nicht am Schreibtisch, sondern in den Gebetszeiten. Der Geist der Gnade und die Liebe Christi drängten ihn zu immer neuen Wegen, die Menschen zu erreichen, Seelen zum Retter zu führen und Gemeinden zu bauen. Neben seinem Hirtendienst wurde er Mitbegründer der Pioniermission „Deutschland braucht Jesus“.
Die Liebe zu in Drogen gebundenen Menschen brachte ihn für eine Zeit in die Teen-Challenge-Arbeit. Auch sein Weg 1982 nach Kanada war geprägt von dem Verlangen, Deutschen und ehemaligen Deutschen das Evangelium zu verkünden. Dafür hat er viel gearbeitet und keine Mühen gescheut!
Mit Leib und Seele im Pfingstbund
Das Zeugnis der Pfingstbewegung brannte in seinem Herzen. Unseren Bund sah er als ein Gotteswerk an, in dem er sich aktiv in verschiedenen Aufgaben einsetzte, u. a. in Gemeindegründungen, als Lehrer auf Beröa, als Mitglied im Präsidiums und auf Freizeiten und in Jugendarbeit. Auch nahm er sich der Neulinge im Dienst an. Manch einer, der ein gesegneter Verkündiger wurde, dankt ihm noch heute dafür. Bruder Gerhard sah nicht in erster Linie auf die menschliche Begabung, sondern auf die göttliche Berufung und die geistliche Begnadung.
Vorbild
Seine Abhängigkeit von Gnade und Heiligem Geist hat er in einem seiner Lieder so ausgedrückt: „Ich bete um ein neues Erleben, Herr mit dir, durch dich nur kann ein Sieger ich sein, gib mir deine Kraft, füll mich neu mit dir…“ Dieses Lied wurde mir zum Segen und ist mir wie ein Vermächtnis! Im Segen leben und dienen wir nur, wenn wir ständig neu mit dem Geist erfüllt werden und den Herrn erfahren. Unser Bruder erlebte auch viele Probleme. Aber sein Leben zeigt, dass die Gnade mächtiger ist als Schwachheit und Mängel. Darum würde er sagen: „Es war nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir war.“
Gerhard Klemm war mein Freund, mein Bruder und auch mein Vorbild. Aber nicht nur ich, sondern unser Bund verdankt ihm viel, ja schuldet dem Herrn Dank für das, was die Gnade aus ihm machte. Möge dieser Nachruf eine Ermutigung, und wo nötig, ein Weckruf werden. Auch seiner Familie ein Zeugnis dafür, dass alle Entbehrungen und Opfer, auch von ihnen erbracht, unvergessen sind!
Reinhold Ulonska, Pastor und Präses i. R.
Lebenslauf
Gerhard Klemm besuchte nach seiner Bekehrung 1947 das „Theologische Institut“ in Stuttgart. Nach verschiedenen Diensten war er von 1955 bis 1963 und noch einmal von 1975 bis 1982 Pastor der Freien Christengemeinde Bremen. In diese beiden Zeiten fielen der Bau eines Gemeindegebäudes mit späterer Erweiterung, die Gründung eines großen Sozialwerkes und der Beginn der Royal Rangers-Arbeit von dieser Gemeinde aus.
Während seines pastoralen Dienstes und vor allem in den Jahren 1963 bis 1975 war Bruder Klemm u. a. Musikproduzent und auch Leiter des Leuchter Verlages. Die von ihm gegründeten „Evangeliumsklänge“ brachten über 100 Schallplatten heraus, er selbst schrieb mehr als 60 Lieder. Damit begründete er die Musikkultur des Pfingstbundes in Westdeutschland.
Über „Deutschland braucht Jesus“ gründete er in Deutschland Gemeinden und evangelisierte in den 60er Jahren für die Velberter Mission in Afrika. Etwa sechs Jahre war er Ko-Leiter der Bibelschule Beröa. Über zehn Jahre wirkte er als Produzent der Sendung „Ein erfülltes Leben“ bei 100 Huntley Street in Kanada, wohin er 1982 mit seiner Familie übersiedelte.
In diese Zeit fiel die Gründung von Media Vision (1983), ein Verein, der christliches Fernsehen in Deutschland initiierte und an dem er maßgeblich mitwirkte. Seine evangelistischen Reisen führten ihn auf alle Kontinente. Auch Behinderungen durch einen Schlaganfall (1996) mit starker Beeinträchtigung seines Sehvermögens und die Notwendigkeit regelmäßiger Blutwäsche hielten ihn nicht ab, für das Evangelium unterwegs zu sein – bis es körperlich gar nicht mehr möglich war.
Seine Frau Gerda, die in vorbildlicher Weise das Familienleben während der oft langen Abwesenheit ihres Mannes koordinierte, ist bereits seit drei Jahren in der Ewigkeit. Vier Kinder, Barbara Sos, Andreas Klemm, Gabriele Reimann, Angelika Schack, ihre Ehepartner und 13 Enkel, alle in Nordamerika, danken Gott – mit dem BFP – für einen außergewöhnlichen Mann Gottes.
Hannelore Illgen
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