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Aktuelles aus dem BFP - Online-Ausgabe vom 23.02.2012 - 04:34 Uhr


Krötengottesdienst - oder: Der richtige Umgang mit Geld

21.11.2011

Krötengottesdienst Dietzenbach"Krötengottesdienst" - der Name klingt ungewöhnlich. Die Aktion ist es auch. Sie startete Anfang November 2011 in der Jesus-Gemeinde Dietzenbach - nicht allzuweit von der Bankenmetropole Frankfurt am Main entfernt. In dem Gottesdienst geht es um Finanzen, Banken und Eurokrise. Pastor Samuel Diekmann stellt in seiner Predigt deutlich fest: "Wir leben in einem System, einem antigöttlichen Herrschaftsgefüge, indem nicht unser Schöpfer, sondern unser Geschöpf das Geld – der Mammon – zu unserem Gott aufgestiegen ist!" Dabei weist er daraufhin, dass die Bibel sowohl im Alten als auch im Neuen Testament verbietet, Geld auf Zinsen zu verleihen. Neben den normalen Geschäften gäbe es eine Menge sehr unethische Geschäfte, wie zum Beispiel das Spekulieren mit Lebensmitteln, Investitionen in Streubomben, Minen und Schattenwirtschaften.

Krötengottesdienst DietzenbachZum Ende des Gottesdienstes ruft er die Gottesdienstbesucher dazu auf, selber herauszufinden, unter welchen ethischen Maßstäben seine Bank, Lebensversicherung oder Aktienfond arbeite. Wenn diese Maßstäbe nicht mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren seien - so rät Diekmann weiter -, dann solle man eben die Bank wechseln. "Wenn deine Bank nicht ihre unethischen Geschäfte kündigt, dann kündige du eben deine Bank!", so Samuel Dickmann.

Das Gottesdienstkonzept soll weiter Schule machen, wünscht sich Pastor Dieckmann. "Wir bieten unser gesamtes Gottesdienstkonzept mit Themenvorschlägen für den Kindergottesdienst, Kleingruppenmaterial, Predigt, weiterführende Literatur bis hin zum Bankenquiz als Download kostenlos auf unserer Homepage an. Wir rufen auch andere Kirchengemeinden auf, ihre Stimme zu erheben und ihre Mitglieder zu einem Bankenwechsel ermutigen! Einige Kollegen haben bereits Interesse angemeldet!"

--> Internetangebot zum Krötengottesdienst

Krise oder Untergang der Weltwirtschafts- und Finanzordnung

BFP-Präses Roman SiewertBFP-Schatzmeister Dr. Martin StözelIm Juli 2009 schrieben BFP-Präses Roman Siewert und BFP-Schatzmeister Dr. Martin Stötzel einen Artikel in unserer Vorgängerzeitschrift WuG - WORT und GEIST zur damaligen  Wirtschaftskrise. Diese hier verkürzt wiedergegebenen Aussagen haben bis heute Gültigkeit.

Die Grundfrage "Wie bezahle ich meine Miete oder Zins und Tilgung" und "Wie sieht es mit der Zukunft des Arbeitsplatzes aus?" bewegt viele. Auch die Frage der Daseinsvorsorge (Stichwort Rente/Pension) wird zukünftig noch verstärkt zu einem Thema werden – und zwar für alle Generationen. Überzeugt sind wir auch, dass durch gigantische Staatsverschuldungen, national wie international, es zu starken Inflationsraten kommen wird, ja kommen muss, denn nur auf diese Weise werden die zu gigantischen Summen aufgeblähten Staatsschulden überhaupt nur abgetragen werden können. D. h. aber auch: Die Kaufkraft wird schwächer werden. Das werden zuerst die zu spüren bekommen, die schon bisher die Schwächsten unserer Gesellschaft sind, die auf soziale Transferleistungen Angewiesenen, die Kinderreichen, die Rentner mit geringen Altersbezügen.
 

Wie ist es zu diesen Krisen gekommen? Wo liegen die Ursachen? Auch wenn wir es nicht hören wollen: Letztlich ist es die Gier des Menschen, die den wirtschaftlichen Kollaps verursacht hat. So einfach ist es. Was ist die Herausforderung für die Zukunft?
 

  1. Wir haben intensiver zu beten für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft. Das "Weiter so" geht nicht mehr! Die Verantwortlichen müssen Mut gewinnen, dem Volk zu sagen: "Es kommen nach den fetten nunmehr die mageren Jahre."
  2. Auch muss eine  Rückbesinnung auf bleibende Werte erfolgen, die nicht verzockt werden können. Freundschaft, Solidarität und praktizierte Nächstenliebe werden gefordert sein.
  3. Der Geist des Materialismus’, auch in seinen unscheinbarsten Formen, muss durch das Wirken des Heiligen Geistes entlarvt werden. Das persönliche Lebenskonzept ist  neu auszurichten.
  4. In und mit Jesus Christus leben. Mit ihm Mut behalten und der Krise oder auch dem Untergang von Systemen entgegentreten. 
  5. Wo noch Kapital vorhanden ist: Jetzt investieren – auch und gerade in das Reich Gottes. Die noch starke Kaufkraft nutzen. Das Ersparte auf ein Minimum beschränken.
  6. Dauerhafte Werte schaffen in und für Menschen. Erbschaften regeln.
  7. Das Wichtigste: Unsere Hoffnungen auf das Reich Gottes setzen. Zeit und Finanzen wie auch Berufung  dort investieren, wo sie weder von Motten noch Rost gefressen werden können.

Die Zukunft wird spannend, bis Jesus Christus wiederkommt. Vielleicht ist das alles,  was wir wahrnehmen, vom Tsunami über das Erdbeben bis hin nach Israel, der Verfolgung von Menschen, ein sterbender Kontinent wie Afrika und das Erschüttert-Werden des Götzen Mammon (das "goldene Kalb" hat Risse bekommen), das Anklopfen unseres wiederkommenden Herrn, auch wenn es noch ein Zwischenspiel geben mag, wo der "Antichrist" sich müht, sein Reich aufzubauen.

 


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GEISTbewegt! - Aktuelles aus dem BFP