Meisterwerk mit Überraschung
(14.08.09) Am 25.07.2009 war es soweit. Der Stamm 411 Quedlinburg veranstaltete sein erstes Sommercamp auf seinem eigenen Gelände. Etwa 30 Kinder und 15 Mitarbeiter aus den Stämmen 411, 174 und 60 verbrachten fünf spannende Tage zusammen. Mit diesem Camp weihten wir gleichzeitig unser Gelände ein. Für uns alle war es wirklich ein Abenteuer, denn viele Kinder waren zum ersten Mal auf einem Pfadfindercamp.
Bunt zusammgewürfelte Mitarbeiter
Das Mitarbeiterteam (zwischen 15 und 70 Jahre) war wirklich bunt zusammengewürfelt. „Alte Hasen“ und coole Leute, für die es ihr erstes Camp überhaupt war. Von Anfang an verstanden sich die Mitarbeiter sehr gut und stellten sich gemeinsam der Herausforderung. Das Campgelände war keineswegs fertig. Dennoch waren alle von dem Gelände begeistert. „Was für eine Aussicht, was für eine tolle Lage, welch ein Potenzial!“, hieß es. Hier können in Zukunft auch andere campen oder es könnte ein JLTC stattfinden.
Auf der Suche nach dem Meisterwerk
Viele Kinder waren sichtlich berührt und erzählen nun begeistert vom Camp. Unser Thema lautete: „Meisterwerk“. Manch einer hörte hier zum ersten Mal, wie sehr Gott ihn liebt und wie wertvoll er ist. Ein einzigartiges Meisterwerk, ein genialer Gedanke Gottes. Alle Kinder durften zum Ende einer Wanderung einzeln einen Turm besteigen. Ich erzählte den Teams jeweils die Geschichte dieser Türme und dass heute auf diesem Turm das wertvollste Kunstwerk, ein Kunstwerk, das garantiert einmalig ist, ausgestellt ist. Jedes Kind sollte einzeln, leise und langsam den Turm besteigen. Oben wurde es von seinem Teamleiter erwartet, der sie einen Blick in eine kleine Schatztruhe werfen ließ. Sie enthielt nichts weiter als ein bisschen Dekosand, auf dem ein kleiner Spiegel gebettet war. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, aber für alle war es ein ganz besonderes Erlebnis. Ein Mädchen kam lachend und mit strahlenden Augen vom Turm. Wieder andere waren ganz still. Alle schafften es, dicht zu halten und erst über das Kunstwerk zu sprechen, als es alle gesehen hatten.
Ratslagerfeuer
Ein besonderer Abend war auch das Ratslagerfeuer am letzten Abend, an dem wir als Campleitung sangen und die Kinder segneten. Es war wirklich Stille am Lagerfeuer eingekehrt. Das war genau das, was wir uns gewünscht hatten: Den Kindern Jesu Liebe nahe bringen, die Gute Nachricht weiter zu sagen und sie zu segnen. Anschließend gab es für die Kinder eine halbstündige Feuershow in der Abenddämmerung - und für die Artisten einen Rangerapplaus. Am nächsten Morgen hieß es dann abbauen und Abschied nehmen. Aber wir sind uns einig - wir wollen wieder ein Camp zusammen machen.
Markus Sander-Reeck
Royal Rangers, Stammleiter Stamm 411
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