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Netzwerke – Gewinn oder Gefahr?

Datenschutz wird großgeschrieben. Und es ist offenbar in Mode gekommen, auf große Internet-Unternehmen zu schimpfen, insbesondere auf die sogenannten sozialen Netzwerke. Deren Service wird aber genutzt – indirekt oder direkt. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner wettert auf die Straßenfotos, die demnächst auch von deutschen Orten veröffentlicht werden sollen. Im "Focus" wird sie zitiert: "Kein Geheimdienst würde so ungeniert auf Bilderjagd gehen. Bereits heute besitzt der Suchmaschinen-Konzern Google genauere Personenprofile als jede Regierung dieser Welt."  Doch sie profitiert von Google: Ihr Zitat habe ich beispielsweise dort gefunden.

Bedrohung aus dem Internet?

Googel (TM)-LogoDie Aussage von Frau Aigner klingt bedrohlich. Und ist es vielleicht auch. Doch wenn man genauer hinschaut, kommen Fragen auf. 1998 hatten die Studenten Larry Page und Sergey Brin eine Suchmaschine entworfen. Zwölf Jahre später soll der Konzern mehr Daten besitzen als ein Geheimdienst? Das mag ein wenig übertrieben sein. Aber es zeigt eines: Offenbar hat es der Staat verpasst, rechtzeitig selbst im Internet aktiv zu werden. Weder gibt es die aktive Arbeit im Internet, noch die vorbeugende – könnte man denken.

Lasst uns  Möglichkeiten nutzen

Wir als Christen sollten hier nachdenken. Das Internet ermöglicht es allen aktiv zu werden. Niemand wird derzeit ausgeschlossen. Wenn wir uns selbst ausschließen, dann nutzt jemand anderes diesen Platz und wir können zum Schluss nur meckern, wie schlimm das Internet ist. Deshalb sind einfach Ideen gefragt.

Facebook-LogoBeispiel Facebook: Klar, hier muss man aufpassen, dass seine persönlichen Daten und Anmerkungen nicht auf Jahre gespeichert werden, ohne dass jemand sie löschen kann. Man muss aufpassen, dass es keinen Datenklau gibt. Und man muss aufpassen, dass  nicht im eigenen Namen Nachrichten verschickt werden, die zu Facebook einladen. Wer hier etwas schreibt, sollte davon ausgehen, dass es länger zu lesen ist. Übrigens, immer dran denken, dass auch künftige Arbeitgeber gern im Internet nach den Bewerbern recherchieren.

Doch was wollen wir als Christen? Informationen weiter verbreiten, möglichst vielen erzählen, wie gut der Herr ist. Da bietet sich Facebook förmlich an. Die Daten sind einmal drin und können nicht  so schnell gelöscht werden. Außerdem werden sie weitergegeben. Wir können Freundeskreise bilden, die unsere Informationen bekommen. Fotos, Videos, Links - alles lässt sich hier verteilen.  Unsere Freudinnen, wie es hier heißt, können Kommentare schreiben. Sie lesen automatisch, was wir mitteilen. Es ist eine ideale Infrastruktur für eine Informationsvermittlung.  Die Vernetzung müssen wir nicht selbst installieren. Sie ist schon da.  Wir müssen nur Internet-Nutzer für uns gewinnen. Die sind bei Facebook meist jünger. Es lohnt sich hier besonders viel Mühe hineinzustecken und gezielte Informationen für die jüngere Generation anzubieten. Dann geht es recht schnell. Die Jesus-Gemeinde in Dietzenbach hat innerhalb von Wochen  210 sogenannte Fans auf Facebook bekommen. 210 Menschen, die Informationen aus der Gemeinde erhalten.

Google hilft

Schauen wir mal zum Datensammler Google:  Die Suchmaschine bietet einiges, was wir nutzen können. Zunächst lässt sich darüber unsere Gemeinde finden. Name und Ort eingeben, schon gefunden.  Wenn es gut läuft, dann hat jemand die korrekte Adresse mit Foto und Internetseite auch bei Google Maps eingegeben.  Auf einer Landkarte erscheint unsere Gemeinde mit allen Informationen.  Auch der Google-Kalender lässt sich gut nutzen. Termine darin stehen weltweit zu Verfügung. Jeder kann sich Termine von anderen in seinen Kalender holen. Eigentlich eine Traumsituation: Man ist nicht mehr darauf angewiesen, dass jeder die Termine in seinen eigenen Kalender schreibt. Man schreibt sie als Gemeindeleiter selbst hinein.Und dann, wenn nun Google „Street View“ für Deutschland auf den Markt bringt, haben wir sogar ein Foto unserer Gemeinde im Netz.


Es muss jeder abwiegen, inwieweit er die die Netzwerke des Internets privat nutzt. Aber für die Verbreitung der Guten Nachricht, für Gemeinden und Werke sind es ideale Werkzeuge der  Öffentlichkeitsarbeit. Und das Wichtige: Nirgendwo in der Bibel steht geschrieben, dass wir Gottes Wort nicht weiterverbreiten sollen. Im Gegenteil. Also nutzen wir die Möglichkeiten dazu.

Michael Voß


Google
Google Maps
Jesus Gemeinde Dietzenbach
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