Gruß des Präses zu Ostern 2018 - Vom Dornbusch zur Dornenkrone

Liebe Geschwister und Freunde,

zum diesjährigen Auferstehungsfest bewegten mich die Zusagen unseres Herrn in der Berufungsgeschichte Moses. In 2 Mose 3,7-8a machte der Herr seinem Volk durch den Propheten zwei Zusagen:

 „Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt.
Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt.“

Im brennenden Dornbusch begegnete Gott der Not seines Volkes und identifizierte sich mit ihnen. Er begegnete seinem Volk zunächst als Retter. Aber wir sehen im Folgenden auch, dass er nicht nur der Retter seines Volkes ist, sondern auch ihr Unterstützer und Wohltäter. Er brachte Israel nicht nur die Befreiung aus der Sklaverei, sondern wollte sie in ein Land führen, in dem ihnen an nichts mangeln würde.

Als Mose dem Herrn im brennenden Dornbusch begegnete wurde sein Leben verwandelt. Vor seinem Berufungserlebnis lebte er nicht so hoffnungsvoll und entschlossen. Nun kannte er die Verheißungen Gottes und war auf sie ausgerichtet. Er bekam den nötigen Mut, um seinem Volk zu dienen und sie in Gottes  Verheißungen zu führen.

Miterben der Zusagen Gottes

Mit einer geflochtenen Dornenkrone hat unser Herr Jesus Christus sein Opfer an Karfreitag vollbracht. Wie im Dornbusch zeigt sich Gott auch in der Dornenkrone als der, der bei uns ist. Die Gnade Gottes, die im Dornbusch Mose begegnete war auch unter der Dornenkrone. Unter ihr begegnet uns Gott als Retter und Heiland. In Christus sind wir also Miterben der Zusagen Gottes an sein Volk.

Was mir dabei besonders wichtig wurde, ist die Tatsache, dass unser Herr nicht bei dem großen Geschenk der Errettung verbleibt. Auch in den letzten Minuten seines Lebens dachte er an das Wohl der anderen, indem er sich beispielsweise um das Wohl seiner Mutter sorgte oder den Vater im Himmel darum bat, seinen Peinigern zu vergeben. So begegnet uns unser Herr auch unter der Dornenkrone als unser Wohltäter. Sein Blick ist auf uns gerichtet, um uns zu segnen anstatt zu verurteilen.

Wenn ich mir diese Liebe vor Augen halte und im Neuen Testament betrachte, welche weiteren Zusagen uns gemacht werden, dann erfüllt mich das mit einem großen Mut. Gottes Absichten für uns und unsere Mitmenschen sind wunderbare Absichten des Segens.

Er stellt sich zu seinem Wort

Bei der späteren Begegnung der Jünger mit dem Auferstandenen forderte er sie dazu auf, zu ihren Mitmenschen zu gehen und ihnen zu dienen (Mk 16,15). Er gab ihnen die Zusage, dass, wenn sie die Erlösung weitergeben würden, Menschen erlöst würden.

„Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.“
Markus 16,20

Gott stellt sich zu seinem Wort. So tat er es bei Mose und ebenso bei den Jüngern. Wenn wir uns aufmachen, um unseren Mitmenschen zu dienen, dann dürfen wir damit rechnen, dass Gott sich auch hier zu seinem Wort stellen wird. Da, wo wir die Botschaft vom Kreuz und Ostern weitergeben, wird er Erlösung schenken. Kranke Menschen werden Heilung erleben, wenn wir darum bitten.

Mit diesen Worten möchte ich euch ermutigen, in einer notvollen Zeit unseren Heiland und Heiler zu predigen. Ich wünsche euch, euren Familien und Gemeinden ein ermutigendes Osterfest. Auch im Namen der Bundesleitung möchte ich euch herzliche Grüße übersenden.

Euer Bruder und Präses
Johannes

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