Plädoyer für gemeindliche Kleingruppen

Seminar während der Leiterschaftskonferenz

„Ich lebe schon lange in Deutschland, habe Pass und Arbeitserlaubnis“, berichtet ein Afrikaner. „Wirklich zu Hause fühle ich mich erst, seit ich eine Kleingruppe gefunden habe.“

Persönlich viel gelernt

Aussagen wie diese bewegen und motivieren Petra Alvarez Muñoz. Für sie sind Kleingruppen eine Herzensangelegenheit: „Und zwar nicht erst, seit das in meinem Arbeitsvertrag steht“, lacht die Pastorin aus der Christus Gemeinde (CG) in Wuppertal, die den Segen von Hauskreisen am eigenen Leib erlebte: „Ich habe dort gelernt, zu beten – laut zu beten, die Bibel aufzuschlagen, Gott in meinen Alltag einzubeziehen.“ Ihr leidenschaftliches Plädoyer für Kleingruppen als Orte der Jüngerschaft findet großen Anklang bei den Besuchern der 119. Bundeskonferenz des BFP.

Menschen brauchen einander

Wie löst man Konflikte auf eine gute Weise? Wen könnte man heiraten? Was hat Gott eigentlich mit meinem Leben vor? „Antworten auf die wichtigsten Lebensfragen habe ich in meiner Kleingruppe gefunden“, erzählt Petra Alvarez Muñoz, die den gesamten hirtlichen Bereich der 900-Seelen Gemeinde leitet. Dazu zählt neben der Betreuung dieser Mini-Gemeinschaften das Arbeitsfeld der Seelsorge und der Follow-up-Dienst. Rund 85 Prozent aller Gottesdienstbesucher gehören inzwischen einer der mehr als 90 lebensverändernden Kleingruppen an. Dabei gehe es ihr nicht um Zahlen, denn: „Hinter jeder Zahl steht ein Mensch und Menschen brauchen einander.“

Kleingruppen praktisch

Das sagt die frischgebackene Mutter aus Überzeugung: „Meine Tochter ist zwei Monate zu früh geboren und da habe ich wieder einmal gemerkt, dass eine Kleingruppe Gold wert ist.“ Zu wissen, dass Geschwister für einen beten, dass sie sich um ihr Wohl sorgen, WhatsApp-Botschaften schicken und praktische Hilfe anbieten, „das hat mich sehr ermutigt.“

Rückgrat der Gemeinde

Ermutigen möchte sie auch ihre Kollegen, den Wert von Hauskreisen in den Gemeinden nicht zu unterschätzen: „Kleingruppen sind nicht nur irgendein Arbeitsbereich in der Gemeinde, sie sind das Rückgrat der Gemeinde“, resümiert die Pastorin. „Sie sind es, die der Gemeinde Struktur und Stabilität geben.“

von Carola Bonin

 

Fotos: © BFP 2014 – Daniel Illgen (1)

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