Rückblick Bundeskonferenz 2016 - Visionsabend: Gottes Geist bringt die Gemeinde auf Kurs

Bereits am Auftaktabend möchte BFP-Präses Johannes Justus die gut tausend Konferenzteilnehmer mit seiner Predigt motivieren, mutig voranzugehen. Die Überschrift seiner Botschaft lautet deshalb: Gottes Geist bringt die Gemeinde auf Kurs. Wir können auf Zeiten des Wandels dreifach reagieren: Entweder bleiben wir passiv und lassen Dinge über uns ergehen. Oder wir werden aktiv, indem wir den Wandel bekämpfen. Oder aber wir wählen den dritten und besseren Weg: Wir gestalten den Wandel.

Den Wandel gestalten

Johannes erinnert uns an die Geschehnisse nach der Himmelfahrt Jesu: Der Heilige Geist bricht sich Bahn, ruft die Gemeinde ins Leben und rüstet die Apostel mit Kraft zum Zeugendienst aus. Es kommt zu einem intensiven Miteinander von Judenchristen und Heidenchristen, wobei unterschiedliche Denkmuster, Kulturen, Vorstellungen und Frömmigkeitsstile aufeinander prallen. Etliche Fragen stehen im Raum: „Wer muss sich jetzt noch beschneiden lassen? Dürfen Juden und Heiden miteinander essen? Wie gehen wir mit Götzenopfer um?“ Auch Leiter im heutigen Gemeindekontext kennen Fragen dieser Art: „Wer darf am Abendmahl teilnehmen? Warum soll ich überhaupt den Zehnten geben? Wie gehen wir eigentlich mit Alkohol und Tattoos um?“ Johannes Justus setzt ein erstes Statement: Geisterfüllte Leiter finden Antworten auf Fragen, fokussieren die Gemeinde dann aber auf das Wesentliche. Sie haben keine Zeit für Nebenschauplätze, weil sie den Auftrag Gottes im Fokus haben.

Wir können sehen, dass sich die Apostel nicht einfach dem Wandel ergaben, sondern durch das Apostelkonzil für Klarheit in brennenden Fragen sorgten und dann intensiv die Ausbreitung des Reiches Gottes anpackten.

Vier Kennzeichen des Wandels

Als Johannes Justus von der Zusammenarbeit zwischen Paulus und seinem Schüler Timotheus spricht, hebt er vier Punkte hervor.

1. Der Auftrag als Fokus

In Zeiten des Aufbruchs und der Veränderung ist die apostolische Gabe von besonderer Bedeutung. Apostel behalten das Ziel im Auge und entwickeln Pläne und Strategien. Sie sind innerlich vom Heiligen Geist auf Kurs gebracht und verfolgen den gottgegebenen Auftrag. Ihr Fokus ist, auf dem Weg Richtung Himmel so viele Menschen wie möglich mitzunehmen.

2. Das Reich Gottes als Perspektive

Geisterfüllte Leiter haben eine Perspektive für das Reich Gottes, das kein politisches und irdisches Reich ist, sondern ein Reich, in dem die Herrschaft Gottes Herzen verändert: Durch die Beziehung zu ihm werden Menschen in außergewöhnliche Beziehungen zueinander gebracht. Jung und Alt werden miteinander verbunden.

3. Der Mensch als Methode

Wenn der Heilige Geist Leiter auf Kurs bringt, dann suchen sie in erster Linie nicht nach Methoden, sondern nach Menschen. Paulus fand Timotheus, einen jungen Mann mit einem guten Ruf und mit der Fähigkeit sich unterzuordnen. Möglicherweise hatte Paulus ein Augenleiden, aber geistlich hat er scharf gesehen: Er sah den jungen Timotheus, aber er sah mehr – ähnlich wie ein Künstler ein Ei ansieht, aber bereits den Vogel zeichnet. Wir sollten Menschen nicht nur sehen, wie sie sind, sondern vor allem, wie sie sein können.

An dieser Stelle ruft Präses Johannes spontan einige Zuhörer aus dem Publikum nach vorne und spricht prophetische Worte über ihr Leben aus. Einfach so. Mittendrin.

4. Der Dienst als Freude  

Wenn der Auftrag im Fokus bleibt, das Reich Gottes die Perspektive ist und das Potenzial der Menschen gesehen und freigesetzt wird, führt dies zu einem Dienst, der von Freude erfüllt ist. Denn es gibt nichts Größeres, als in der Setzung Gottes zu dienen. Auch wenn Menschen in unserem Land meinen: „Die Gemeinde ist kurz vor dem Kollaps!“, dürfen wir in Zuversicht und Glauben an das Wort Jesu erinnern: „Ich werde meine Gemeinde bauen!“

Eine junge Leitergeneration fördern

Am Ende seiner Botschaft setzt Johannes schließlich ein Zeichen: Er bittet alle Leiter unter 35 Jahren nach vorne, damit die Mitglieder des Präsidiums Hände auflegen und für sie beten können. Damit macht Johannes stellvertretend für die Bundesleitung deutlich: „Wir fördern und vertrauen der jungen Leitergeneration. Wir heben sie hoch und ebnen Wege.“ Mit diesem starken Signal und in der Atmosphäre des Gebets und der Einheit kommt der Visionsabend zum Abschluss. 

Benjamin Sawadsky

Zurück

Letzte Nachrichten

30 Jahre RR Jubiläum Stuttgart

Dankbar für das, was war – gespannt auf das, was kommt „Wenn meine Teamleiterin Conny damals nicht bei mir zu Hause geklingelt hätte und mich nochmal zum Sommercamp eingeladen hätte, wäre ich heute nicht mehr bei den Rangers …


Weiterlesen …

Ein Wort an die „jungen Wilden“! – Was mir als junger Leiter geholfen hat

Das Theologische Seminar ging zu Ende. Ich war 24 Jahre alt und plante in wenigen Monaten zu heiraten. Ich hatte noch kein Dutzend Predigten in meinem Leben gehalten, geschweige denn eine Ältestensitzung geleitet oder eine Gemeindevision entwickelt. Begriffe …


Weiterlesen …

GEISTbewegt! im August - Wie Integration in unseren Gemeinden gelingt

Integration? Durch Jesus Christus sind wir eins geworden! Ein gerade wieder hochaktuelles Thema! In dieser Ausgabe von „GEISTbewegt!“ soll es aber nicht um gesellschaftliche Integration gehen, sondern um Integration in Gottes Reich. …


Weiterlesen …

Sie wollen noch mehr Nachrichten lesen? Hier geht es zu weiteren Artikeln und älteren Meldungen … Pfeil

Aktuelle Nachrichten einfach als RSS-Feed abonnieren:
https://feeds.feedburner.com/BFP-GEISTbewegt